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Riesengebirge

Hohe Berge und weite Täler mit plätschernden Bächen und alten Holzhäusern – das Riesengebirge lockt besonders Aktivurlauber an, die ihren Alltagsstress durch ausgiebige Wanderungen hinter sich lassen wollen. Im Winter ist es ein Paradies für Ski-Fahrer. Das Riesengebirge ist das höchste Gebirge in Tschechien und verläuft bis nach Polen. Unsere Wanderung führte uns bis zur 1400m hoch gelegenen Elbquelle.

Wanderroute

Unsere Wanderung im Riesengebirge startete auf der tschechischen Seite in Horní Mísečky. Dort befindet sich ein sehr großer Parkplatz und das Parken für den ganzen Tag kostet 100 Kronen. (Denkt bitte daran, dass ihr eine Plakette benötigt, wenn ihr die Autobahn benutzt.) Es gibt aber auch, etwas weiter unten, kostenfreie Parkplätze direkt am Straßenrand. Von dort oben könnt ihr entweder dem roten Pfeil folgen nach Špindlerův Mlýn oder, so wie wir, dem gelben Pfeil. Hier gleich vorab, es stehen hier nirgends Schilder, die einem sagen  wo die Pfeile euch hinführen. Wir waren froh, das wir uns die Farben zu unserer rausgesuchten Wanderung notiert hatten. Für uns ging es dann erstmal eine ganze Weile durch einen wunderschönen Waldabschnitt immer weiter bergauf. Oben angekommen haben wir erstmal unsere Decke ausgepackt und bei der tollen Aussicht ein Picknick gemacht.

Wir gingen weiter und kamen an eine Kreuzung. Dort folgten wir dann dem gelben Pfeil nach rechts. Bis zur nächsten Kreuzung, vorbei an der Pension und dann wieder nach links. Achtung: Den unteren linken Weg nehmen. Dieser führte uns an vielen Kleinkampfbunkern des 2. Weltkrieges vorbei. Wir sind immer weiter nur geradeaus gelaufen mit einem fantastischen Blick über das Gebirge.

Bald erreichten wir den Pantschefall. Dieser Wasserfall ist der größte hier im Riesengebirge und in Tschechien. Er hat uns so fasziniert, das wir auch hier nochmal unsere Decke ausgepackt haben. Ihr fragt euch warum wir immer wieder die Decke auspackten? Ganz einfach! In Tschechien gibt es fast nirgends Bänke in den Wandergebieten! Das hatten wir schon in der Böhmischen Schweiz festgestellt! Wenn ihr nicht gerade ein passenden Stein oder Baumstamm findet, müsst ihr euch so in den Wald setzen. ;-)

Weiter geradeaus geht es dann in Richtung Elbfallbaude. Ab hier folgt ihr der roten Markierung. Hier könnt ihr entscheiden, ob ihr einen Abstecher zur Elbquelle macht und ca. 30min. geradeaus weiter lauft oder direkt nach rechts bergab lauft. Wenn ihr gleich bergab lauft (so wie wir), seht ihr schon nach wenigen Schritten links den Elbfall. Der Fluss stürzt dort, etwa einen Kilometer nach der Elbquelle, vom Rand des Elbgrundes 40 Meter tief in den Talkessel Labské jámy. Wirklich beeindruckend!

Wir sind dann noch ein ganzes Stück nach unten gewandert bis zum Elbgrund. Eigentlich sollte unsere Wanderung bis nach Špindlerův Mlýn gehen, aber wir mussten feststellen, das es an dem Tag für uns einfach zu weit gewesen wäre und wir somit umgekehrt sind. Gerne könnt ihr bis ins Dorf laufen, denn von dort kommt ihr auch wieder nach Horní Mísečky. Wir werden das ein anderes Mal in Angriff nehmen und dann aber ein paar Tage dort bleiben. Denn wie wir festgestellt haben, ist das Riesengebirge wunderschön!

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