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Hohe Tatra Nationalpark

Polen - ein Land, welches wir sowas von unterschätzt haben! Die polnischen Alpen haben uns umgehauen. Wunderschöne Pfade führen vorbei an Wasserfällen zu Gipfeln und kristallklaren Bergseen. Der Nationalpark befindet sich direkt an der Grenze zur Slowakei. Unsere Unterkunft hatten wir in Zakopane. Ein wunderschöner Ort, der bekannt für seine vielen Holzhäuser ist. Wir haben uns, wie immer, für eine Ferienwohnung entschieden, in der wir uns selbst verpflegen konnten. Pro Nacht haben wir 15€ pro Person bezahlt, also wirklich günstig! Ihr solltet am Besten schon vorher Geld wechseln, denn Euro nimmt hier kaum jemand. Das ist auch wichtig für die Autobahn! Für bestimmte Abschnitte müsst ihr Maut bezahlen, in Polen gibt es keine Vignetten. Wir haben bis Zakopane dreimal Maut bezahlt, insgesamt knapp 10€. Außerdem ist es von Vorteil sich bestimmte Begriffe auf polnisch zu notieren, denn hier ist wirklich nichts auf Englisch oder gar Deutsch ausgeschrieben. Auch wurde uns oft nur mit polnisch geantwortet,wenn wir jemanden auf Englisch angesprochen haben. In Restaurants werdet ihr nur polnische Speisekarten finden, das hat uns etwas frustriert.

Noch ein wichtiger Tipp:

Wenn ihr plant mit dem Auto zum Nationalpark zu fahren, reserviert mindestens einen Tag vorher über die Webseite einen Parkplatz. Ansonsten werdet ihr weggeschickt, wenn es ausgebucht ist. Und seid am besten vor 7:30Uhr dort,denn es bildet sich danach ein riesiger Rückstau und einige fahren einfach ohne Rücksicht auf Verluste in den Gegenverkehr und blockieren die komplette Fahrbahn! Bei Fragen zur Buchung könnt ihr uns bei Instagram  gern eine Nachricht senden. Der Eintritt in den Nationalpark kostet übrigens 1,50€ pro Person.

Morskie Oko - Das Meerauge

Bei dem Meerauge handelt es sich um einen wunderschönen Bergsee, der flächenmäßig der größte und der vierttiefste Bergsee der Hohen Tatra ist. Er wurde außerdem zu einem der fünf schönsten Seen der Welt gewählt. Wir waren genau zur Ferienzeit der Polen hier und würden euch empfehlen, diese Zeit zu vermeiden! Es war wahnsinnig voll. Wir werden sicher wiederkommen, aber nie wieder in den Ferien! Gerade das Meerauge ist hier das absolute Highlight und dorthin wollen natürlich alle.

 

 

Unsere Wanderung startete also am Parkplatz Palenica Bialczanska i Lysa Polana. Dort folgten wir einfach den Menschenmassen Richtung Eingang des Nationalparks. Nachdem wir bezahlt haben folgten wir der asphaltierten Straße. Das ging etwa 9km immer weiter bergauf Richtung Morskie Oko. Aller 30min. findet man Dixie-Toiletten und ab und an kommt man an einem Kiosk vorbei. Nach ca. 2 Stunden standen wir vor einem kristallklaren Bergsee auf etwa 1400m Höhe. Was für eine Aussicht. Am liebsten wäre man natürlich reingesprungen an diesem heißen Sommertag, aber hier ist überall striktes Badeverbot!

Bis hierhin war diese Wanderung wirklich unspektakulär, aber was dann kommt hat es in sich. Viele möchten nur das Meerauge sehen und drehen danach wieder um. Für uns hat das Abenteuer jetzt erst begonnen. Wir gehen links am See entlang und erreichen nach ca. 20min den Aufstieg zum Czarny Staw pod Rysami. Hierbei handelt es sich um einen Gletschersee, den "Schwarzen See". Wir sahen schon etliche Stufen vor uns, aber das diese gefühlt kein Ende nehmen, war uns vorher nicht bewusst. Je höher wir kamen, desto schwieriger wurde dieser Aufstieg. Die Sonne, die auf uns knallte, machte das auch nicht besser. Schon nach kurzer Zeit machten wir aber einen kurzen Stop, denn auf der linken Seite sahen wir einen traumhaften Wasserfall. Ein kleiner Pfad ließ uns näher kommen. Dort wurde uns dann erst bewusst, das wir wohl bis ganz nach oben mussten zur Quelle, um zu dem See zu gelangen. Immer steiler und immer größer werdende Stufen zerrten an unseren Kräften. Doch irgendwann hatten wir es dann tatsächlich geschafft. Wir haben den "Schwarzen See" erreicht. Blickten wir links nach unten sahen wir das "Morskie Oko" von oben und konnten stolz auf uns sein, es hier hoch geschafft zu haben. Rechts von uns erblickten wir den anderen See. Wir waren umgeben von riesigen Felswänden, als ob man vor einer Leinwand stehen würde. Dafür haben sich all diese Strapazen gelohnt! Übrigens befinden wir uns hier auf fast 1600m Höhe.

Diesen traumhaften Platz nutzten wir für ein kleines Picknick, bevor es dann wieder abwärts für uns ging. Auch in diese Richtung waren die Stufen nicht viel besser und an manchen Stellen konnte es auch rutschig werden. Unten angekommen, gingen wir diesmal auf der anderen Seite des Morskie Oko zurück, denn dort wartete noch ein Wasserfall auf uns.

 

 

Insgesamt waren es sogar drei Wasserfälle, die man von hier aus sehen konnte. Mit einem Rundumblick über den kompletten See gingen wir langsam wieder zurück. Die 9km lange asphaltierte Straße wartete dann wieder auf uns! Wem die Kräfte verlassen, der kann übrigens auch vom Morskie Oko wieder zurück mit der Pferdekutsche fahren bzw. man kann sich auch vom Parkplatz bis zum See fahren lassen.

Dolina Pieciu Stawow Polskich - Das Hängetal

Wer denkt viel steiler kann es nicht werden, der irrt. Jedoch werden uns in diesem Hängetal  drei aneinander gereihte Bergseen erwarten, umgeben von 2300m hohen Bergen. Ein absolutes Muss für jeden Naturliebhaber! Diese Route war nicht ganz so überfüllt wie der Weg zum Morskie Oko, jedoch auch in den Ferien nicht zu empfehlen. 

Neuer Tag, neue Wanderung! Wir starten wieder an gleicher Stelle, bezahlen wieder Eintritt und folgen wieder der asphaltierten Straße. Diesmal aber nur ca. 30min, denn kurz hinter dem kleinen Wasserfall geht ein Abzweig nach rechts oben. Auf dem Wanderschild lesen wir schon "Dolina Pieciu Stawow". In dem Nationalpark ist alles so gut ausgeschildert, das man eigentlich kaum falsch laufen kann. Jetzt geht es los mit den ersten Stufen.

Der komplette Weg führt uns durch eine wunderschöne Landschaft nach oben. Immer wieder kommen wir an einem Fluss vorbei, an Wasserfällen, umgeben von riesigen Bergen. Am Anfang kommen immer mal wieder kurze Abschnitte die flach geradeaus führen. Auf dieser Strecke findet man übrigens keine Dixi-Toiletten mehr. Nach ca. 2 Stunden kommt der Aufstieg, der am steilsten wird. Etwa eine Stunde steigt man jetzt die Stufen hinauf, die kein Ende zu nehmen scheinen. Hier kann es auch mal nass und rutschig werden. Oben angekommen erblickt man als erstes riesige Berge. Was für eine Kulisse! Wir sehen eine Gaststätte, in der man sich stärken kann. Erst dahinter erblickten wir den vorderen See. 

 

 

Ihr solltet unbedingt an dem See entlang laufen und noch ein Stück weiter gehen. Dahinter befinden sich nämlich noch zwei weitere Seen. Der Mały Staw und der Przedni Staw.

Nachdem wir unser Picknick am See beendet haben ging es für uns zurück und unsere Füße brachten uns irgendwie zurück zum Parkplatz. Diese Wanderung hat uns schon ziemlich geschafft, aber wir würden sie immer wieder machen!

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