Kurzurlaub in Ahlbeck auf der Insel Usedom 

 

Sonnenuntergang an der Strandpromenade in Ahlbeck

 

Im Mai 2019 verbrachten wir fünf Tage in Ahlbeck auf Usedom. Da es um diese Jahreszeit noch zu kalt zum Baden war, haben wir kurzerhand unsere Fahrräder mitgenommen und die Insel erkundet. Usedom ist die zweitgrößte Insel Deutschlands, nach Rügen. Sie besticht durch eine 42 km lange Küste, welche zugleich die längste in ganz Europa ist.  Nach einer fünfstündigen Autofahrt sind wir angekommen und haben die Insel unsicher gemacht. Hier verraten wir dir unsere Highlights der Insel Usedom. 


Ahlbeck 

 Ahlbeck ist ein Ortsteil der Gemeinde Ostseebad Heringsdorf und das östlichste der drei Kaiserbäder auf der Insel Usedom. Es liegt direkt an der Grenze zum polnischen Seebad Swinemünde. Hier findet ihr die historische Seebrücke. Als einzige unter den zahlreichen Seebrücken an der Ostseeküste konnte Ahlbecks Seebrücke ihre historische Bausubstanz erhalten, auch wenn 1971–1972 eine Erneuerung der Holzpfahlgründung durch eine Stahlpfahlgründung notwendig geworden war. Auf der Brücke befindet sich heute ein gutbürgerliches Restaurant mit norddeutscher Küche und eine Bar mit maritimem Dekor. 

Auf der Dünenstraße gibt es viele sehenswerte Bauten im Stil der klassizistischen Bäderarchitektur. Außerdem ist ein Restaurant ans Andere gereiht. Ein beliebtes Ziel für Touristen ist außerdem die Ostsee Therme. Neben dieser findet man einen Aussichtsturm mit drei Plattformen in Stahlbauweise. 

 

Usedom Sehenswürdigkeiten - Die historische Seebrücke in Ahlbeck

 

Ein besonderes Highlight in Ahlbeck ist die Sandskulpturen - Ausstellung. Diese konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Rund 9.500 Kubikmeter Sand werden auf 4.000 Quadratmeter überdachter Ausstellungsfläche verarbeitet. Jedes Jahr denken die Künstler sich ein neues Motto aus. 2019  hieß es "Expedition Erde". Über 100 Sandskulpturen beeindruckten uns durch ihre Größe und die filigranen Details. Der Eintritt kostet 9,50€ pro Person. Kinder bezahlen nur 6,50€.

 

Sandskulpturen - Ausstellung in Ahlbeck


Heringsdorf 

Von unserer Ferienwohnung in Ahlbeck fuhren wir nur 15 Minuten mit dem Fahrrad in den nächsten Ort Heringsdorf. Hier gibt es eine Seebrücke, die mit 508m die längste in Deutschland ist. Es ist übrigens verboten die Möwen zu füttern, trotzdem sieht man noch viele Menschen die dies tun. Auf der Brücke befinden sich einige Geschäfte zum Bummeln. Schlendert ihr bis an das Ende der Brücke erreicht ihr eine riesige Pizzeria. Dort könnt ihr mit einem Getränk oder einem leckeren Gericht die Aussicht auf die Ostsee genießen.  

 

Die besten Tipps für Heringsdorf - Die längste Seebrücke in Deutschland

 

In Heringsdorf befindet sich auch der größte Strandkorb der Welt. Dieser wird gern als Fotomotiv genutzt.  Er ist sechs Meter hoch und wurde vom "Korbwerk" produziert - Deutschlands ältester Strandkorbmanufaktur.

 

XXL - Strandkorb in Heringsdorf


Bansin 

Weiter mit dem Fahrrad ging es dann nach Bansin. In der Bergstraße gibt es eine Menge Villen im Stil der Bäderarchitektur, meistens in weiß. Die Bädervillen bilden weltweit einzigartige Ensembles historischer Urlaubsarchitektur. Im Gegensatz zu Ahlbeck und Heringsdorf ist die Seebrücke in Bansin ein Steg ohne Land- und Brückengebäude. Dafür findet ihr aber gegenüber der Strandpromenade unzählige Geschäfte, Restaurants und Ferienwohnungen sowie Hotels.  

 

Highlights auf Usedom - Seebrücke in Bansin


Ückeritz  

 Die Steilküste in Bansin erstreckt sich nordwestlich des Seeheilbades in Richtung Ückeritz. Da wir einfach drauf losgefahren sind mit dem Fahrrad und die Promenade dann ein Ende hatte, mussten wir unsere Fahrräder etliche Stufen hinauf tragen. Auf dem Rückweg haben wir dann erst gesehen, das auch eine Straße nach oben geführt hätte. Wir fuhren dann etwa 30 Minuten durch einen Waldabschnitt, vorbei an einigen Campingplätzen, bis nach Ückeritz.

Dort erwartete uns eine kleine Flaniermeile. Da wir mittlerweile richtig Hunger hatten, war unsere erste Anlaufstelle ein Kiosk. Dort bestellten wir natürlich Fisch. Wie sollte es auch anders an der Ostsee sein. Man ist quasi ständig von Fischrestaurants und Fischbrötchen umgeben. Der kleine Promenadenbereich mit vielen Souvenirläden befand sich direkt in Strandnähe. In Ückeritz wechseln Steil – und Flachküste malerisch miteinander ab. Wir befanden uns an der nordöstlichen Steilküste des Ortes und hatten einen tollen Ausblick auf die Ostsee. 

 

Urlaub auf Usedom - Fischrestaurants an jeder Ecke


Zinnowitz 

Einen Tag unseres Urlaubs ließen wir die Fahrräder dann doch stehen und fuhren mit dem Auto nach Zinnowitz.  Bis zu dem kleinen Ort zwischen Karlshagen, Trassenheide und Koserow fuhren wir 30 Minuten. Auch in Zinnowitz gibt es eine Seebrücke. Dort befindet sich eine Tauchgondel, mit der du die tiefen Gründe der Ostsee erkunden. Für 30 Minuten geht es hinunter in die Tiefe. Bei guter Sicht und mit etwas Glück kannst du hier Krebse, Quallen und andere Meeresbewohner sehen. Erwachsene bezahlen für dieses Erlebnis 8€ und Kinder 5€. 

 

Die Tauchgondel auf der Vineta - Brücke in Zinnowitz

 

Wir sind dann noch gemütlich durch den kleinen Ort geschlendert. Ein kleiner Park und viele Souvenirläden laden zum Verweilen ein. Ein beliebtes Souvenir sind Produkte aus Sanddorn. Egal ob Likör, Bonbons oder Honig. Sanddorn findest du hier in jeder Form. Außerdem findest du hier noch viele Boutiquen und Geschäfte mit den typischen “Ostsee-Produkten”. Kleidung, Taschen, Deko und noch vieles mehr im maritimen Design. 

Ein ganz besonderes Highlight in Zinnowitz ist das Lift-Cafe mitten im Zentrum. Neben vielen anderen Restaurants, genießt du dein Gericht hier in luftiger Höhe. Der Lift bringt dich immer zur vollen Stunde 25 Meter hoch über den Meeresspiegel. 

 

Das Lift - Cafe in Zinnowitz

 

Auch die Bernstein-Therme in Zinnowitz ist sehr beliebt. Sie ist ein Badeparadies mit Wellnessbereich und einem 850 Quadratmeter großen Meerwasserschwimmbecken. Eine Tageskarte kostet 15,80€. Kinder zahlen 9,80€. 


Peenemünde 

Den Ausflug nach Zinnowitz verbindeten wir gleich mit Peenemünde. Etwa 17km trennen die beiden Orte voneinander. In Peenemünde gibt es ein historisch – technisches Museum.  

Die Versuchsanstalten Peenemünde waren von 1936 bis 1945 das größte militärische Forschungszentrum Europas. Auf einer Fläche von 25 km² arbeiteten bis zu 12.000 Menschen gleichzeitig an neuartigen Waffensystemen. Dabei entstand der weltweit erste Marschflugkörper und die erste funktionierende Großrakete. Beide wurden als Terrorwaffen gegen die Zivilbevölkerung konzipiert, größtenteils von Zwangsarbeitern gefertigt und gelangten ab 1944 als „Vergeltungswaffen“ zum Einsatz im Zweiten Weltkrieg.  

Das Historisch-Technische Museum Peenemünde arbeitet die Geschichte der Entstehung und Nutzung dieser Waffen auf. Der Eintritt kostet 9€. Für einen Euro mehr, könnt ihr auch noch auf die Aussichtsplattform auf dem Dach. 

 

Peenemünde Museum

 

Vor dem Museum erwartet euch ein 86m langes U-Boot. Es war bei seinen Übungs- und Patrouillen­fahrten im Nord­atlantik mit vier Marsch­flugkörpern und Torpedos unterwegs . 1998 brachten zwei Schlepper die U-461 nach Peenemünde. Heute dient es als Museum und kann für 9€ von innen besichtigt werden. 

 

Peenemünde Sehenswürdigkeiten - Das U - Boot


Swinemünde 

Wir haben uns für eine Unterkunft in Ahlbeck entschieden, da der Ort direkt an der polnischen Grenze liegt. Somit hatten wir es nicht weit bis zu dem nächstgelegenen Ort und entschieden uns für einen Ausflug nach Swinemünde.  Unser Ziel war dort die Mühlenbake.  Mit dem Fahrrad radelten wir durch einen tollen Waldabschnitt und erreichten schon nach wenigen Minuten den Grenzübergang. Hier versammelten sich viele Menschen und schossen Bilder von den Grenzsteinen. Für uns ging es weiter und nach einer halben Stunde standen wir schon vor der Windmühle. Von dort genossen wir eine tolle Aussicht über die Usedomer Bucht. Wir konnten sogar Fischer bei ihrer Arbeit an der Küste beobachten.  

 

Swinemünde Sehenswürdigkeiten - Die Mühlenbake

 

Auf dem Rückweg hielten wir noch auf dem Markt in Polen an, an dem wir vorher schon vorbei kamen. Wir schlenderten gemütlich über den Platz, wo sich ein Restaurant ans Nächste reihte. Schließlich entschieden wir uns dafür, noch ein Schnitzel zu essen. Die Preise in den polnischen Restaurants sind einfach unschlagbar. Ihr könnt hier übrigens mit Euro bezahlen, bekommt aber Polnische Zloty zurück. 


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