Ausflug nach Potsdam -Sehenswürdigkeiten und Tipps

 

Von der Havel aus die Sehenswürdigkeiten in Potsdam entdecken

 

Potsdam ist etwa drei Stunden von unserem Zu Hause entfernt und wir verbringen hier gern mal ein verlängertes Wochenende. Hier haben wir unsere Lieblingsunterkunft gefunden und uns außerdem in die Stadt verliebt. Sei es das weltbekannte Schloss Sanssouci, die vielen barocken Prachtbauten oder die idyllischen Parkanlagen - Potsdam hat einfach super viel zu bieten. Du kannst diesen Städtetrip natürlich auch mit einem Abstecher nach Berlin verbinden oder noch ein paar Tage dranhängen um in den Spreewald zu fahren.

Unsere Unterkunft in Potsdam 

 

Das Kiefernhäuschen in Potsdam

 

Nur fünf Minuten von Potsdam entfernt, liegt das idyllische Kiefernhäuschen. Ein Blockhaus, in dem wir schon einige Wochen verbracht haben. Im Sommer ist es perfekt um die Tage mit einem Grillabend draußen auf der Terrasse ausklingen zu lassen und im Winter kann man es sich vor dem Kamin gemütlich machen. Zudem ist es wahnsinnig ruhig gelegen, aber trotzdem findet man in wenigen Minuten alles was man braucht. Supermärkte, Restaurants und Fleischer sind nur wenige Meter entfernt und ein Bahnhof, der uns in nur 30 Minuten nach Berlin brachte, war auch in zehn Minuten erreicht.  


Unsere Highlights in Potsdam: 

 

Sehenswürdigkeiten in Potsdam - Schloss Sanssouci 

 

Die meistbesuchte Sehenswürdigkeit in Potsdam ist ohne Zweifel das Schloss Sanssouci. Als Sommersitz Friedrichs II. 1745 – 1747 im östlichen Teil des Park Sanssouci erbaut, war es von Anfang an ein Herzensprojekt des Königs. Die ersten Entwürfe hat er sogar persönlich gezeichnet. Er wünschte sich ein privates Wohnschloss. "Sans souci" heißt zu Deutsch übrigens “Ohne Sorge”. Friedrich der Große hat sein Sanssouci so sehr geliebt, dass er sich und seine Hunde hier sogar begraben lassen wollte. Ein Wunsch, der ihm erst 1991 erfüllt wurde. Heute liegt er auf der obersten Terrasse. 

Allein die Innenarchitektur macht das Gebäude zu einer Top Sehenswürdigkeit in Potsdam. Unzählige Verschnörkelungen, edle Stoffe, Wandgemälde und feingliedrige Möbel bestimmen das Bild und spiegeln die typische Ornamentierung des Rokoko wider. 

Aber auch die Lage macht das Schloss besonders. Es befindet sich nämlich mitten auf einem Weinberg. Der Schlosspark ist eine prächtige Gartenarchitektur, wie sie in seiner Zeit üblich war. Aufwändig gestaltete Blumenbeete, ein großer Springbrunnen und eine griechisch-römische Sagenwelt machen deinen Spaziergang zu etwas Besonderem. Außerdem triffst du dabei immer wieder auf verschiedene Sehenswürdigkeiten, wie diese:

 

Teehaus 

Das Chinesische Teehaus ist ein Gartenpavillion, welches Friedrich der Große zur Ausschmückung seines Zier- und Nutzgartens errichten ließ.

 

Die historische Mühle

Die Mühle ist eine Rekonstruktion einer  Holländerwindmühle. Ende des Zweiten Weltkriegs abgebrannt, wurde sie 1991  wieder aufgebaut.

 

Freundschaftstempel

Den Tempel im Westen des Parks ließ König Friedrich II. zum Andenken an seine 1758 verstorbene Lieblingsschwester, die Markgräfin, errichten.

Freundschaftstempel im Park Sassouci

Neues Palais

Das Neue Palais befindet sich an der Westseite des Park Sanssouci und ist das zweitgrößte Schloss im Park. Der Bau wurde 1769 fertiggestellt.

Neues Palais in Potsdam

 

Belverde 

Das Belverde befindet sich auf dem Pfingstberg, nördlich vom Neuen Garten. Es wurde wegen der schönen Aussicht unter Friedrich Wilhelm IV. errichtet.

 

Sonnentempel am Schloss

Unmittelbar neben dem Schloss Sanssouci stehen zwei, aus zum Teil vergoldeten Eisengittern bestehende, Sonnentempel.

Statuen im Park Sanssouci

Eine griechisch-römische Sagenwelt machen den Spaziergang im Park Sanssouci zu etwas Besonderem. Immer wieder trifft man auf Statuen.

 

Ruinenberg in Potsdam

Zur Bewässerung der Fontänen im Park, ließ Friedrich der Große 1748 auf der Kuppe ein Wasserreservoir bauen und mit künstlichen Ruinen ausschmücken.

 

Friedenskirche

Die evangelische Friedenskirche steht im Marlygarten direkt am "Grünen Gitter". Der ganze Komplex ist oberitalienischen Klosterbauten nachempfunden.

 

Was kostet der Eintritt? 

Der Eintritt in den Park ist kostenfrei. Um den Erhalt zu unterstützen, habt ihr die Möglichkeit, 2€ in die Kaffeekasse zu legen. Der Eintritt in das Schloss Sanssouci kostet 12€ pro Person. Die Führung dauert ca. 30 Minuten. 


Wie komme ich zum Schloss Sanssouci?

Du kannst den Park Sanssouci von zwei Seiten aus betreten. Zum Einen vom Luisenplatz aus, indem Du der „Allee nach Sanssouci“ folgst und durch das „Grüne Gitter“ in den Park eintrittst oder vom Voltaireweg aus direkt zum Schloss.

Potsdam Holländisches Viertel 

 

Hier fühlst du dich wie in Amsterdam! Die süßen Backstein- und Giebelhäuser auf der Mittelstraße in Potsdam haben uns wirklich fasziniertEtwa 150 Häuser im holländischen Stil verteilen sich über vier Karrees und sorgen für ein besonderes Flair.  Das Viertel wurde zwischen 1734 und 1742 unter dem „Soldatenkönig“ Friedrich Wilhelm I. erbaut und diente damals für holländische Arbeiter.  

Heute ist es  eine Mischung aus Wohnungen, Cafés, Restaurants, Bars, kleineren Geschäften, Galerien und Manufakturen, die zum Verweilen einladen. Im “Poffertjes und Pannekoeken“ kannst du originale holländische Leckereiern probieren.

Wir haben uns sagen lassen, das der Weihnachtsmarkt hier auch besonders schön sei. Das können wir uns auf jeden Fall gut vorstellen! Außerdem findet hier auch jedes Jahr ein Tulpenfest statt.  

 

Wo kann ich parken?

Wir haben ganz bequem in dem Saba Parkhaus geparkt. Das Tagesticket kostet hier 4€. Von dort erreicht man nach wenigen Metern die vielen kleinen Backsteinhäuser.

Brandenburger Tor in Potsdam

Das Brandenburger Tor in Potsdam

 

Ja, auch in Potsdam gibt es ein Brandenburger Tor! Im Jahr 1733 gab es an der selben Stelle ein anderes, einfacheres Tor. Gegen Ende des Siebenjähriges Krieges ließ Friedrich der Große aber das alte Tor abtragen und an dieser Stelle ein neues Tor als Zeichen des Sieges bauen. 

Heute ist es ein beliebter Startpunkt für eine Shoppingtour durch die Brandenburger Straße. Hier kannst du dich auch in einem der vielen Restaurants kulinarisch verwöhnen lassen. Wenn du ein Fan von Kaffe und Kuchen bist solltest du in das Cafe Heider auf der angrenzenden Friedrich-Ebert-Straße gehen. Seit 1878 ist es hier zu finden.  

Übrigens haben wir diesen Stadtbummel mit dem Holländischen Viertel verbunden. Nur wenige Minuten zu Fuß trennen die zwei Plätze voneinander.  

Tipp: Am anderen Ende der Straße könnt ihr das Nauener Tor sehen. Es wurde 1754 errichtet und gilt als erstes Bauwerk im neugotischen Stil auf dem europäischen Kontinent.

 

Potsdam Sehenswürdigkeiten

 

Weiter ging es für uns zu der St. Nikolaikirche am Alten Markt. Sie zählt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Potsdam. Ihre Kuppel fällt schon von Weitem auf und prägt Potsdams Skyline wie kein anderes Gebäude. Die Kirche brannte 1795 bei Reparaturarbeiten vollständig ab. Im Zweiten Weltkrieg wurde auch der Neuaufbau zerstört. Schließlich wurde sie 1981 weitgehend nach dem altem Vorbild wiederaufgebaut. 

Seit 2010 befindet sich eine Aussichtsplattform in der Kirche. Auf 42m Höhe habt ihr eine fantastische Aussicht über Potsdam und die Havel. Dafür bezahlt ihr 5€ Eintritt.

Tipp: Nicht weit entfernt von der St. Nikolaikirche erreichten wir das Potsdamer Stadtschloss. Es ist der heutige Sitz des Brandenburger Landtages und zählt zu den imposantesten Sehenswürdigkeiten in Potsdam.

Sehenswürdigkeiten in Potsdam - Babelsberg Schloss

 

Ein besonders idyllisches Ausflugsziel ist das Schloss Babelsberg. Das Schloss und der Park wurden ab 1833 für den Prinzen Wilhelm von Preußen und seiner Gemahlin Prinzessin Augusta von Sachsen-Weimar errichtet. Mehr als fünfzig Jahre diente Babelsberg dem späteren Königs- und Kaiserpaar als Sommerresidenz. 

Die Lage mitten im Park am Havelufer macht es für Naturliebhaber, wie uns, perfekt. Wir haben einen Nachmittag hier verbracht und sind durch den großzügigen Park spaziert. Dabei kamen wir an zahlreichen Denkmälern und Gartenarchitekturen vorbei.

Havelrundfahrt Potsdam

 

Einen Tag haben wir am Hafen der Havel verbracht. Nach einem gemütlichen Spaziergang entlang am Fluss entschieden wir uns spontan dafür, eine Schifffahrt zu machen. Der Hafen an der Langen Brücke ist Ausgangspunkt für verschiedene Fahrten. So konnten wir Potsdam vom Wasser aus entdecken. Zumindest hatten wir das vor. Allerdings zog es sich dann richtig zu und letztendlich regnete es so sehr, das wir kaum etwas sehen konnten. Wirklich schade!

Was kostet eine Schifffahrt in Potsdam?

Ihr könnt zwischen verschiedenen Touren wählen. Wir haben die Schlösserrundfahrt gemacht. Diese kostet mittlerweile 19€ pro Person und ging 90 Minuten. Die große Inselrundfahrt kostet 27€. An Board gibt es eine vielfältige Auswahl an Mittagsgerichten, Kuchen und Snacks.

Schloss Cecilienhof im Neuen Garten

 

Das Schloss Cecilienhof befindet sich im Neuen Garten in Potsdam. Dieses 1913 errichtete Bauwerk erinnert sofort an ein englisches Landhaus. Cecilienhof ist übrigens das letzte Schloss, das von den Hohenzollern erbaut wurde. Kaiser Wilhelm II. ließ es für seinen Sohn Kronprinz Wilhelm und dessen Frau Cecilie errichten. Diese wohnten bis zu ihrer Flucht 1945 in diesem Schloss. Viele Möbel wurden leider bei einem Brand zerstört und sind heute nicht mehr zu sehen.

Das Blumenbett vor dem Schloss Cecilienhof mit dem roten Stern wird immer so bepflanzt, da hier damals die Potsdamer Konferenz stattfand. Heute ist es vor allem eine Gedenkstätte für das Potsdamer Abkommen und dient es als Museum. Wer möchte, kann hier die Gemächer des Kronprinzenpaares besichtigen.

Es ist täglich von 10 – 17:30 Uhr geöffnet (in den Wintermonaten von 10- 16:30Uhr). Der Eintritt kostet 10€ pro Person. Kinder bezahlen 7€.

Der Neue Garten ist übrigens das komplette Gegenteil vom dem Park Sanssouci. Hier wurde komplett auf Skulpturen und Blumenbeete verzichtet. Stattdessen dominieren wildwachsende Pflanzen das Bild. Extravagante Bauten gibt es hier trotzdem zu sehen, wie z.B. Die Gotische Kirche, die Orangerie oder auch das Mamorpalais.

Tipp: Unweit des Neuen Gartens liegt die russische Kolonie Alexandrowka. Seit 1999 ist sie UNESCO-Weltkulturerbe und sollte bei eurem Städtetrip nicht fehlen.

Ein besonderes Highlight - Horrornächte im Filmpark Babelsberg

 

Und jetzt ein Highlight für die Horrorfans unter euch. Pünktlich zu Halloween finden die sogenannten “Horrornächte” im Filmpark Babelsberg statt. Hier könnt ihr euch so richtig gruseln und erschrecken lassen. Es erwarten euch Labyrinthe im Dunkeln, nachgestellte Märchenkulissen im Horrorlook oder auch “Der wilde Westen”, wo die “Zombies” nur darauf warten mit euch einen Linedance hinzulegen. Gruselgarantie inklusive! Falls euch der Hunger überkommt, könnt ihr einen der vielen Kiosks auf dem Gelände aufsuchen.  

 

Was kostet ein Ticket? 

Wir haben für ein Ticket 27€ pro Person bezahlt. Unserer Meinung nach, war es das Geld auf jeden Fall wert. Die Horrornächte finden immer an den Wochenenden von Mitte Oktober – Anfang November statt. Das Wochenende an Halloween ist übrigens schnell ausverkauft. Der Einlass ist ab 18 Uhr und los geht es 18:30Uhr. Bis 23 Uhr solltet ihr alle Attraktionen besucht haben, denn dann ist Ende.  

 

Darf ich im Halloweenkostüm erscheinen? 

Nein, ihr dürft nicht geschminkt oder im Kostüm zu den Horrornächten kommen. Schließlich könnten euch die Angestellten dann nicht mehr von den Besuchern unterscheiden. Dann müsst ihr vielleicht noch deren Part übernehmen. 😉 

 

Wo kann ich parken? 

Direkt vor dem Filmpark befindet sich ein riesiger Parkplatz. Das Tagesticket kostet 4€. Es ist natürlich auch möglich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Ein Bahnhof befindet sich auch in der Nähe. 

 

Für wen sind die Horrornächte nicht geeignet? 

Aufgrund der Schockeffekte und das Flackern der Lichter ist es nicht für Schwangere, Personen mit Herzschrittmachern oder Kreislauferkrankungen und Epileptiker geeignet. Ansonsten ist es für alle Personen ab 16 Jahren geeignet.

 

Fazit 

Uns hat das ganze so viel Spaß gemacht, dass wir gern mal wiederkommen möchten. Das einzig Negative war, das man an vielen Attraktionen sehr lange anstehen musste. Wir hatten das Glück, dass es in dieser Novembernacht noch ziemlich mild und somit auszuhalten war. Allerdings hätte das sicher anders ausgesehen, wenn das Wetter nicht so gut mitgespielt hätte. Normalerweise ist es im November ja schon sehr kalt. Dann heißt es: Warm anziehen!

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