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Wandern in Jetrichovice

 

Der Marienfelsen in Jetrichovice

 

Wieder einmal zog es uns in die Böhmische Schweiz. Um genauer zu sein nach Jetrichovice. Ein Ort in Tschechien, nur 15km von Hrensko entfernt. Viele Ferienwohnungen und Restaurants laden auch hier zu einem Wanderurlaub ein. Für 100 tschechische Kronen durften wir den ganzen Tag hier parken, direkt an der Touristeninformation.

Dort waren etliche Wegweiser, so das wir gleich wussten, das wir den aufsteigenden Weg in Richtung Burg Falkenstein nehmen mussten. Immer der gelben Markierung entlang! Über einen Schotterweg, entlang an alten zerfallenen Bungalows, ging es den Wald hindurch. Schon nach wenigen Minuten zeigte ein Wegweiser nach links.

Über einige steile Metalltreppen ging es nach oben zum Falkenstein. Vor dem Burgfelsen präsentierte sich uns eine Schautafel, die uns zeigte, wie es früher hier aussah. Kurz dahinter war auch schon der Aufstieg. Über eine sehr steile Metalltreppe ging es die Bergfestung hinauf. Man könnte auch sagen, das dieses Burgplateau mit Metall zugenagelt war. Das hatten wir so noch nicht gesehen.
Nach einer kleinen Umrundung des Plateaus, gingen wir über die selbe Leiter wieder nach unten. Wir entdeckten dort einen kleinen Pfad, bei dem man den Burgfelsen noch einmal umrunden konnte.

 

Burg Falkenstein in Jetrichovice

 

Zurück auf dem schottrigen Hauptweg, ging es links weiter durch den tollen Wald im Stammbrückental. Hier waren wir umgeben von einer grandiosen Sandsteinlandschaft. Genau das Richtige für Naturliebhaber wie uns.
Etwa 1 Stunde folgten wir dem leicht aufsteigenden Weg mit der gelben Markierung. Dann kamen wir an einen Wegweiser, der etwas verwirrend war. Der gelbe Weg endete hier erst einmal und der Fahrradweg wurde nur noch mit gelb ausgeschildert.
Wir hielten uns dort also leicht links und folgten dem Schotterweg weiterhin. Zwischendurch zweifelten wir kurz, ob wir noch richtig waren.

Genau in diesem Moment kam plötzlich ein Mitarbeiter des Nationalparks an uns vorbei gefahren. Na der kam ja wie gerufen! Er versicherte uns in fließendem Deutsch, das wir richtig waren.

Nach weiteren zwanzig Minuten kamen wir an eine große Kreuzung. Auch hier wurde es jetzt noch einmal etwas kniffelig unsere gelbe Wegmarkierung wiederzufinden. Ein kurzes Stück nach rechts die Straße entlang, brauchte man fast Adleraugen um die Markierung auf der linken Seite an einem Baum wiederzufinden. Ein Schild suchten wir vergeblich, aber wir waren ziemlich sicher, dass das unser Weg sein musste. Wir sollten Recht behalten.

Nach ca. 500m durch den Märchenwald erreichten wir die "Enge Stiege". Mitten im Wald nach einem leichten Aufstieg standen dann endlich die lang erwarteten Schilder. Wow, wer sollte diesen Weg bloß finden ohne sich vorher exakt informiert zu haben.

Wir entschieden uns dann für den Weg nach rechts und schon bald standen wir vor der "Engen Stiege". Über viele, steile Metalltreppen ging es durch spektakuläre Felswände hindurch. Ein richtig cooles Abenteuer. Auch wenn es nach 5 Minuten schon wieder vorbei war.

 

Die "Enge Stiege"

 

Links entlang ging es über einen kurzen Rundweg wieder zum Wegweiser, den wir vorhin entdeckt hatten. Jetzt mussten wir erstmal wieder zurück zum Hauptweg an der großen Kreuzung. Wir nahmen wieder den Weg zurück, von dem wir gekommen waren. Allerdings führte uns nach wenigen Minuten halbrechts ein Weg zum "Purkarticky Les". Das ist ein überdachter Rastplatz, an dem wir die nächsten Wanderschilder finden sollten.
Wir befanden uns jetzt also wieder auf einem Schotterweg, genau auf der gegenüberliegenden Seite, von der wir gekommen waren. Auch hier ging es stetig bergauf, bis wir nach etwa einer halben Stunden den Rastplatz erreicht hatten.

Hier legten wir erstmal ein Päuschen ein, denn mittlerweile waren wir wirklich hungrig. Nebenbei studierten wir schonmal die vielen Schilder. Rudolfstein und Marienfelsen waren hier endlich ausgeschildert. Das waren unsere nächsten Ziele.
Erst einmal nach rechts - zum Rudolfstein! (rotes Dreieck) Das sollte unser Highlight an diesem Tag werden. Wer uns kennt, weiß, das wir kleine Klettereien beim Aufstieg lieben. Der Rudolfstein hatte alles in Einem! Holzleitern, Metallleitern, mal gar keine Leitern,
sondern nur Eisenketten zum Hochhangeln und vor allem hatte er eine tolle Aussicht!

Nach nur zehn Minuten waren wir schon bei dieser angekommen. Hätten wir vorher gewusst, das hier oben so eine tolle Holzhütte steht, hätten wir unsere Pause definitiv hier hoch verlegt. Ganz allein konnten wir die geniale Aussicht genießen.
Aber Achtung: Geländer gibt es hier keine und das Plateau ist sehr schmal. Von dort konnten wir die umliegenden Felsen bestaunen. Kurz darauf kamen zwei Wanderer mit Hund. Wahnsinn, wie sicher der Vierbeiner hier oben lang lief. Doch dann kurz ausgerutscht, hatten wir schon Angst, er würde die Felswände hinab rutschen. Glück gehabt - alles gut gegangen! Sofort zog es ihn in die Hütte. Das war definitiv nicht seine erste Wanderung.

 

Rudolfstein in der Böhmischen Schweiz

 

Wir verließen den Rudolfstein und gingen zu dem Rastplatz zurück, wo die vielen Wegweiser standen. In Richtung Marienfelsen mussten wir weiter geradeaus und folgten ab jetzt der roten Strichmarkierung. Nach zwanzig Minuten durch einen traumhaften Pfad war der Marienfelsen nach links ausgeschildert. Allerdings erwartete uns nach 200m noch eine super Aussicht, die wir uns nicht entgehen lassen konnten.

Also erstmal weiter geradeaus nach oben zur "Wilhelminenwand", bevor es zum Marienfelsen gehen sollte. Und das war auf jeden Fall eine sehr gute Entscheidung, denn die Aussicht war ein Traum. Ein paar Bänke luden zum Verweilen ein. Den Pavillon vom Marienfelsen konnten wir jetzt noch viel klarer erkennen. Bei diesem traumhaften Wetter hätten wir noch ewig hier sitzen können, aber wir hatten ja noch ein paar Kilometer vor uns.

 

Aussicht Wilhelminenwand in Jetrichovice

 

Also wieder zurück zur Kreuzung und weiter zum Marienfelsen. Jetzt war es ein stetiges Auf und Ab, vorbei an vielen Felswänden. Auf mittlerer Strecke fanden wir einen Rastplatz, direkt unter diesen riesigen Felswänden. Grandios!
Kurze Zeit später hatten wir schon den Marienfelsen erreicht. Dies war der kürzeste Aufstieg des Tages, aber auf keinen Fall langweilig! Durch einen Felskamin ging es auf das Plateau. Dort wartete der Holzpavillon auf uns, von dem man einen tollen Rundumblick hatte. Wir konnten uns gut vorstellen, das es hier zum Sonnenuntergang auch super schön sein musste. Leider konnten wir nicht so lange warten.

 

Wanderung zum Marienfelsen

 

Zurück auf dem Hauptweg ging es dann über viel steile Stufen nach unten. Wir waren wirklich froh, das unsere Wanderung hier nicht begonnen hatte, denn dann wären wir bestimmt schnell ins Schwitzen gekommen. Abwärts war es angenehm. Nach etwa zwanzig Minuten waren wir ziemlich erschöpft an unserem Startpunkt wieder angekommen.

Zur Orientierung haben wir uns diese Route gespeichert:

Mehr über Outdooractive erfahrt ihr hier.

 

Edmundsklamm

Ein besonderes Highlight in der Böhmischen Schweiz ist die Wanderung durch die Wilde Klamm und die Edmundsklamm. Die Böhmische Schweiz grenzt direkt an die Sächsische Schweiz an und somit lassen sich beide super miteinander verbinden. 

Prebischtor

Es ist nicht nur das Symbol der Böhmischen Schweiz, es ist das größte Sandstein - Felsentor Europas! Das Prebischtor ist 16m hoch, hat eine Spannweite von 27m und eine Bogenbreite von 8m. Jährlich kommen hier ca. 200 000 Besucher her.

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